Presseerklärungen

 

 
Europäische Filmförderung muss fortentwickelt werden
  24.Oktober 2006
 

In der heutigen Plenardebatte über das Förderprogramm für den europäischen Audiovisuellen Sektor hat sich die medienpolitische Sprecherin der EVP-ED-Fraktion, Ruth Hieronymi, für eine Fortentwicklung von MEDIA 2007 ausgesprochen.

"Das Europäische Parlament hatte sich bereits frühzeitig für MEDIA 2007 als Verlängerung der bisherigen Vorgängerprogramme MEDIA und MEDIA plus eingesetzt, um europäische Filmschaffende auf den Gebieten Ausbildung, Entwicklung und Vertrieb auch in Zukunft zu unterstützen".

Die Berichterstatterin kritisierte jedoch, dass der Rat dem von der EU-Kommission und vom mit entscheidenden Europäischen Parlament vorgeschlagenen Finanzrahmen in Höhe von 1 Milliarde Euro für MEDIA 2007 nicht gefolgt sei, sondern diesen stattdessen im Rahmen der zweiten Lesung auf 671 Millionen Euro bis zum Jahre 2013 zusammengekürzt habe. "Angesichts der Zersplitterung der europäischen Filmmärkte und der chronischen Unterkapitalisierung der Branche muss die Europäische Union die Weichen jedoch richtig stellen, wenn sie weiterhin konkurrenzfähig sein will. Da jeder Euro für MEDIA 20 Euro Folgeinvestitionen nach sich zieht, halte ich die vom Rat beschlossenen Kürzungen für unverantwortlich, zumal bisher 90 Prozent aller europäischen Filme, die außerhalb ihres Heimatlandes gezeigt wurden, durch MEDIA PLUS gefördert wurden", so Ruth Hieronymi weiter.

Die CDU-Europaabgeordnete wies ausdrücklich darauf hin, dass MEDIA 2007 nicht in die eigentlichen Produktionsabläufe der EU-Filmindustrie eingreifen wolle, denn dies liege in der alleinigen Kompetenz der Mitgliedstaaten. "Im Hinblick auf neue Herausforderungen wie die zunehmende Digitalisierung, mehr transnationale Kooperation trotz bestehender Sprach- und Kulturunterschiede sowie den verstärkten Zugang zu auf die Filmbranche spezialisierten Finanzinstituten reicht die Wahrung des Status Quo aber nicht aus. Das Europäische Parlament wird deshalb in enger Abstimmung mit der Kommission auch weiterhin auf eine bessere Finanzausstattung des Programms drängen", so Ruth Hieronymi abschließend.


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Quellenangabe
:Ruth Hieronymi (EVP-ED/CDU)

 
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