Die EU Strukturförderung - Vorteile für die Region
 



1. Juli 2007

EU-Strukturförderung:

• Die EU-Strukturförderung 2007-2013 (Ziel 2) ist nicht mehr auf Regionen mit unterdurchschnittlicher Wirtschaftskraft begrenzt, sondern wird projektbezogen erfolgen. Dies bedeutet, dass alle Regionen in NRW Förderungen erfahren können.

• Für NRW sind von 2007-2013 insgesamt 2.6 Mrd. Euro (Mittel mit Kofinanzierung) vorgesehen, die nach den von der Landesregierungen zu entscheidenden Prioritäten vergeben werden.

Förderschwerpunkte für NRW

Das neue Ziel 2-Programm wird sich zukünftig sehr viel stärker an der sog. Lissabon-Strategie orientieren. Im Mittelpunkt stehen die Themen Innovation, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit - unter besonderer Beachtung der sozialen und umweltbezogenen Verantwortung. Die Mittel werden in NRW im Rahmen von Wettbewerben für die verschiedenen Themenbereiche (z.B. Innovation, Gründung, Tourismus etc.) vergeben.

• Ein wesentlicher Schwerpunkt soll im Themenbereich Innovation gesetzt werden. Hierfür wird ein großer Teil der Mittel vorgesehen. Diese Mittel sollen – wo immer möglich – nach dem Wettbewerbsprinzip vergeben werden. Die besten Ideen und Projekte sollen gefördert werden.

• Ein zweiter thematischer Förderschwerpunkt ist der Mittelstand: Hier sollen Existenzgründer und Klein- und Mittelunternehmen mit einem zielgerichteten Angebot an Finanzierungs- und Beratungshilfen unterstützt werden.

• Auch die spezifischen Probleme der großen Städte sollen einen zentralen Förderschwerpunkt darstellen.

• Hinzu kommen die Querschnittsziele „Gleichstellung von Frauen und Männern und Nichtdiskriminierung“ und "Nachhaltige und umweltgerechte Entwicklung“


EU Strukturförderung für die Region

- Um erfolgreich zu sein, haben sich die Städte und Kreise der Region Köln/Bonn darauf verständigt, Projektanträge gemeinsam vorzubereiten. Unter dem Titel „Strom des Wissens“ möchte sich die Region Köln/Bonn als Standort für Bildung und Wissenschaft etablieren.

- Konkrete Projekte in Bonn, die bereits bestehen und für die im Rahmen der regionalen Abstimmung eine Förderung durch EU-Strukturmittel beantragt werden soll, sind nach Auskunft der Bonner Stadtverwaltung:

o Geobusiness – Region Bonn (Kooperationsnetzwerk aus Unternehmen, Wirtschaftsförderung und Verwaltung. Ziel der Geoinformationsinitiative Bonn/Rhein-Sieg ist es in erster Linie, potenzielle Nutzer und Anbieter von Geoinformationen und Geoinformationsdiensten zusammenzubringen.)

o Gesundheitsstadt Bonn: (Hier besteht ein Zusammenschluss „Medical Partner“ von 9 Krankenhäusern aus Bonn, die mit einem Budget von 150.000 Euro pro Jahr für den Gesundheitsstandort Bonn werben.)

- Außerdem sollen für die Bereiche „Tourismus“ und „Internationaler Standort Bonn“ noch konkrete Projekte entwickelt werden.

Für den Rhein-Erft-Kreis sind vorgesehen:

o das Projekt „terra nova“, eine Zusammenarbeit des Rhein-Erft-Kreises mit den Städten Bergheim und Bedburg sowie mit der Gemeinde Elsdorf, um sich gemeinsam und zugleich rechtzeitig mit der Bergbaunachfolgelandschaft zu befassen und so gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Zentraler Punkt soll die Errichtung einer „Energieeffizienzagentur“ sein.

o Die Gründung einer Seniorenakademie“ (SARE), die der Rhein-Erft-Kreis zusammen mit der Sporthochschule Köln und der Bauindustrie von Nordrhein-Westfalen bei der Regionalagentur 2010 als Projekt beantrag hat. Der Sitz soll in der Stadt Kerpen sein.

Als A-Projekte im Rahmen der Regionalen der 2010 wurden letzten Monat das Projekt „Grünes C“, an dem die Stadt Bonn und Gemeinden aus dem Rhein-Sieg-Kreis beteiligt sind, sowie die Projekte "Gesamtperspektive Wesseling" (Rhein-Erft-Kreis/ Stadt Wesseling) und „Regio Grün“(u.a. der Rhein-Erft-Kreis und die Stadt Bonn) offiziell benannt.